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Leben & Freizeit » Integration » Integrationsprojekt der Schader-Stiftung

Integrationsprojekt der Schader-Stiftung:

„Integrationspotenziale ländlicher Regionen im Strukturwandel“

Die Stadt Bergen nahm zusammen mit dem Landkreis Celle seit dem Frühjahr 2012 bis Ende 2014 an dem Integrationsprojekt Integrationspotenziale ländlicher Regionen im Strukturwandel teil.

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels findet in fast allen Kommunen des ländlichen Raums eine zunehmende Beschäftigung mit dem Thema Integration statt. Während der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund in ländlichen Räumen mit 11,  6 Prozent im Vergleich zu den Ballungsräumen mit einem Anteil von 23 Prozent vergleichsweise niedrig ist, sind die Folgen von Bevölkerungsrückgang und demografischem Wandel jedoch bereits deutlich spürbar. Durch den „Druck der Demografie“ wird erkennbar, dass die Funktionsfähigkeit des Gemeinwesens und der örtlichen Infrastruktur in ländlichen Kommunen vom Zuzug neuer Personen und von der Aktivierung bislang ungenutzter Potenziale abhängt. Das gilt sowohl für den örtlichen Arbeitsmarkt, der vielfach vom Fachkräftemangel betroffen ist, als auch für viele ehrenamtliche Strukturen wie Kirchengemeinden, freiwillige Feuerwehren, Vereine, etc.

Daher hatte sich die Stadt Bergen zusammen mit dem Landkreis Celle im Frühjahr 2012 entschlossen, sich für die Teilnahme an dem Schader-Projekt zu bewerben und im April 2012 auch den Zuschlag zur Teilnahme an dem Projekt erhalten.

Projektträger und -koordinator war die Schader-Stiftung aus Darmstadt; Partner bei der Projektdurchführung waren das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), der Deutsche Landkreistag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund und das Hessische Ministerium der Justiz, für Integration und Europa. In insgesamt sieben Kommunen und ihren Landkreisen sollten exemplarisch Prozesse der interkulturellen Öffnung angestoßen, Modelle entwickelt und auf ihre Umsetzbarkeit und Übertragbarkeit geprüft werden. Ziel war die strukturelle Verbesserung der Integration von Migrantinnen und Migranten im ökonomischen, sozialen und gesellschaftlichen Bereich.

Das Projekt gliederte sich in mehrere Bausteine:

  1. Auftaktveranstaltung am 23. und 24. Mai 2012 in Nürnberg
  2. Erstellung eines Potenzialberichtes für das Gesamtprojekt sowie Kurzbericht über die Stadt Bergen durch das Institut für Demografische Entwicklung und Soziale Integration (DESI) aus Berlin, Herbst 2012
  3. Hip-Hop-Workshop im Bergwerk Bergen vom 14.-16.12.2012
  4. Coaching der Stadtverwaltung Bergen durch das Institut für interkulturelle Management- und Politikberatung (imap) in Berlin, März und Mai 2013
  5. Zweites Netzwerkseminar am 18. und 19. April 2013
  6. Erste Projektmaßnahmen in Bergen – Willkommenskultur ab März 2013
  7. Workshop „Handlungskonzept Zuwanderung in der Stadt Bergen“ am 03.12.2013
  8. Drittes Netzwerkseminar am 27. und 28 Mai 2014
  9. Abschlusskonferenz am 16. und 17. Oktober 2014

1. Auftaktveranstaltung am 23. und 24. Mai 2012 in Nürnberg

Am 23. und 24. Mai 2012 fand die Auftaktveranstaltung des Projekts in Nürnberg statt. Von der Stadt Bergen nahmen an dieser Bürgermeister Rainer Prokop, Hauptamtsleiterin Karen Schledermann und der Projektmanager der Stadt Bergen, Stephan Becker, teil. Sie wurden durch Vertreter des Landkreises Celle begleitet und zwar von Kreisrat Michael Cordioli und Frau Ulrike Brinken, Ansprechpartnerin für den Bereich Integration und Migration.

Die Dokumentation der Auftaktveranstaltung finden Sie hier.

2. Erstellung eines Potenzialberichtes für das Gesamtprojekt sowie Kurzbericht über die Stadt Bergen durch das Institut für Demografische Entwicklung und Soziale Integration (DESI) aus Berlin, Herbst 2012

Vom 09. bis 11. Oktober 2012 haben Frau Dr. Jutta Aumüller und Herr Dr. Frank Gesemann, beide Vertreter des DESI, hier in Bergen über Interviews mit Vertretern vom Migrantenorganisationen, Vertretern aus der Aufnahmegesellschaft (Wirtschaft, Vereine, Kirchen etc.), aus Politik und Verwaltung und mit ausgewählten Zuwanderern die Rahmenbedingungen und die Situation der Migrantinnen und Migranten in der Stadt Bergen sowie des Zusammenlegens zwischen Einheimischen und Zugewanderten erhoben.

Entsprechende Erhebungen wurden auch in den anderen sechs teilnehmenden Kommunen durchgeführt. Im März 2013 wurde nach Auswertung aller Daten der Potenzialbericht für das gesamte Projekt ebenfalls auf der Website "Integrationspotenziale ländlicher Regionen" veröffentlicht.

Für die Stadt Bergen wurde zusätzlich ein Kurzbericht erstellt, der als Ergänzung zu dem Forschungsbericht gelesen werden sollte. Hier wird bescheinigt, dass in Bergen das Thema Integration praktisch ausschließlich auf die Gruppe der Yeziden bezogen wird. Andere Zugewanderte, wie beispielsweise Briten oder Spätaussiedler, wurden von den Gesprächspartnern des DESI kaum als Migranten wahrgenommen. Bei den yezidischen Zuwanderern konnten die Vertreter des DESI einen hohen Grad an sozialstruktureller Integration erkennen. Das DESI empfiehlt zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements die interkulturellen Öffnungsprozesse in lokalen Bildungseinrichtungen und Vereinen zu fördern und Migranten verstärkt für ein ehrenamtliches Engagement zu gewinnen. Eine interkulturelle Öffnung von Vereinen und eine gleichzeitige öffentliche Anerkennung eigenethnischer Vereine stärken Brückenpersonen und damit auch das interkulturelle Zusammenleben. Weiterhin werden in dem Bericht für die Stadt Bergen Ansätze für eine aktive Integrationsarbeit auf Verwaltungsebene dargestellt.

3. Hip-Hop-Workshop im Bergwerk Bergen vom 14.-16.12.2012

Als Einzelprojekt fand im oben genannten Zeitraum in der Jugendfreizeitstätte „Bergwerk“ ein Hip-Hop-Workshop mit neun Jugendlichen unter dem Titel „Was geht´s mich denn an?“ statt. Ziel des Projekts war es, den Teilnehmer/innen Respekt und Toleranz als Grundprinzipien zu vermitteln, sie in der eigenen Urteilsbildung zu unterstützen und kritisches Bewusstsein zu fördern.

Das Konzept zum Workshop kann hier als PDF angeschaut und heruntergeladen werden.

Das Viedeo und die  Songs zu diesem Workshop können hier aufgerufen werden.

4. Coaching der Stadtverwaltung Bergen durch das Institut für interkulturelle Management- und Politikberatung (imap) in Berlin, März und Mai 2013

Das Institut imap hat im März 2013 bereits zwei Workshops durchgeführt, eins auf Führungskräfteebene und eins auf Personalführungsebene. Die Workshops fanden in Bergen statt, es gab aber auch Teilnehmer/innen vom Landkreis Celle, da das Projekt ein Gemeinschaftsprojekt ist.

Im Gegensatz zu vielen gängigen Seminaren und Schulungen zur Vermittlung interkultureller Kompetenzen ist es Ziel des Projektträgers, interkulturelle Öffnung in den Kommunen nicht nur im Sinne einer Weiterbildungsmaßnahme für die Mitarbeiterschaft zu verfolgen, sondern eine nachhaltige Einbindung des Themas Integration in den kommunalen Verwaltungsabläufen zu erreichen. Dies war der Ansatz, den das Institut imap in den ersten beiden Schulungen verfolgt hat.

5. Zweites Netzwerkseminar am 18. und 19. April 2013

Am 18. und 19. April 2013 fand das zweite Netzwerkseminar statt. Die Dokumentation des Seminars finden Sie hier.

6. Erste Projektmaßnahmen in Bergen – Willkommenskultur ab März 2013

Die Stadt Bergen fördert anlässlich der Teilnahme an dem Projekt „Integrationspotenziale ländlicher Regionen im Strukturwandel“ die Willkommenskultur. Vor allem die Einrichtung niederschwelliger, regelmäßiger Angebote für Zuwanderer und Bewohner mit Migrationshintergrund sollen verstärkt gefördert werden, auch um neue qualifizierte Zuwanderer anzuwerben. Bei allen Angeboten ist es jedoch wichtig, den Fokus auf alle Neuzuwanderer (bspw. Binnenwanderer) zu legen, bzw. entsprechende Angebote für alle nutzbar zu machen.

Die Stärkung der Willkommenskultur wird über drei Bausteine vorgenommen:

a) Erstkontakt in der Verwaltung (Anmeldeverfahren)
b) Neubürgerempfang der Stadt Bergen
c) Angebot eines Neubürger-Patenschaftsprogramms

a) Erstkontakt in der Verwaltung:

Im BürgerKontakt wird das Anmeldeverfahren für neu zugezogene Einwohner Bergens durchgeführt. Alle Neubürger erhalten bei Anmeldung ein „Willkommenspaket“ von der Stadt Bergen. Dies beinhaltet:

b) Neubürgerempfang

NeubürgerDer erste Neubürgerempfang fand am 03. Juni 2013 um 18.00 Uhr im Standesamt der Stadt Bergen statt.

Nach der Begrüßung durch den Bürgermeister gab es eine kurze Präsentation über Bergen, um den neuen Wohnort vorzustellen. Der Neubürgerempfang wurde unterstützt durch Vertreter/innen von Vereinen und anderen Organisationen aus Bergen, die den Neubürgern gezielt Informationen zu ihren Angeboten des öffentlichen Lebens in Bergen anbieten konnten.

Lesen Sie hier den Bericht der Celleschen Zeitung vom 05.06.2013 über den ersten Neubürgerempfang in Bergen.

c) Neubürger-Patenschaftsprogramm

Neubürgerpaten FotoDie Stadt Bergen verfügt über 10 Neubürgerpaten, die sich durch den Besuch eines Integrationslotsenkurses für ihre ehrenamtliche Tätigkeit qualifiziert haben. Die Neubürgerpaten sind eine Gruppe von Frauen und Männern mit zum Teil persönlicher Migrations- und Integrationsgeschichte. Sie wollen neuen Bürgerinnen und Bürgern helfen, in der Stadt Bergen ihr Zuhause zu finden.

Die Kontaktaufnahme erfolgt über das Familien. Und Seniorenservicebüro der Stadt Bergen, Frau Nadja Ohlhoff, Tel.: 05051/479 29.


7. Workshop „Handlungskonzept Zuwanderung in der Stadt Bergen“ am 03.12.2013

Am 03.12.2013 fand in der Zeit von 9.30 Uhr bis 13.00 Uhr im kleinen Saal des Stadthauses Bergen ein Workshop zu dem Thema „Entwicklung eines Handlungskonzepts Zuwanderung in der Stadt Bergen“ statt. Lesen Sie die dazu ergangene Pressemitteilung nach dem Workshop:

Zuwanderer WorkshopIst gezielte Zuwanderung eine Antwort für die Stadt Bergen auf den demografischen Wandel und den Britenabzug? - Mit diesem Thema haben sich Vertreter aus Unternehmen, Gesellschaft und Verwaltung auseinandergesetzt. Der Workshop fand vormittags im Stadthaus in Bergen statt und wurde von Dr. Frank Gesemann vom Institut für Demokratische Entwicklung und Soziale Integration (DESI) aus Berlin moderiert. „Durch den angekündigten Abzug der britischen Streitkräfte ist die Stadt Bergen in besonderer Weise gefordert, Antworten auf zu erwartende Auswirkungen wie Kaufkraftverlust, Bevölkerungsrückgang und Wohnungsleerstand zu finden“, sagt Gesemann, „der Workshop behandelt die Frage, ob gezielte Zuwanderung für die Stadt Bergen eine Konversionsmaßnahme sein kann und welche Faktoren hierfür erfüllt sein müssten“.

Dr. Yasemin Haack von inter 3, einem Institut für Ressourcenmanagement in Berlin, hielt einen Vortrag darüber, wie Kommunen für qualifizierte Zuwanderer attraktiv werden können. Anschließend beschäftigten sich die Teilnehmer mit einer Bestandaufnahme für Bergen. Dabei wurde Bergen ein Mangel an Ingenieuren, an bestimmten Handwerkern und an qualifizierten Auszubildenden bescheinigt. Auch freie Lehrerstellen an den örtlichen Schulen seien schwer zu besetzen.

Überwiegend liege das Arbeitsangebot aber nicht vor Ort, sondern in der Region. Dennoch sei Bergen sehr attraktiv als Wohnstandort. Es gebe eine ausgezeichnete Bildungslandschaft im Kindertagesstätten- und Schulbereich. Das Angebot in der ärztlichen Versorgung, an sozialen Einrichtungen, im Einzelhandel und der Gastronomie sei hervorragend.

Die Beteiligten sprachen sich dafür aus, nicht in der Ferne nach Zuwanderern zu suchen, sondern zunächst den Schwerpunkt auf die bereits vor Ort ansässigen britischen Mitbürger zu legen. Für diese Menschen müssten Zukunftsperspektiven in Bergen entwickelt werden, so dass sich einige der britischen Zivilangestellten und Soldaten, deren Dienst bei der Armee enden wird, dafür entscheiden, in Bergen zu bleiben. Gezielte Zuwanderung aus dem Ausland könnte allerdings als Einzelprojekt, zum Beispiel zur Generierung von Nachwuchskräften im Pflegebereich, ein Ansatz für die Stadt Bergen sein.

Ein weiteres Ziel sei, jungen Leuten, die im kleinstädtischen Leben in ländlicher Region in Bergen aufgewachsen sind und hier gern wohnen, Arbeitsplätze bieten zu können. „Mir ist wichtig, dass wir jetzt konkrete Arbeitsaufträge an die Workshopteilnehmer verteilen“, meldete sich ein Unternehmer aus Bergen in der Abschlussdiskussion zu Wort, „theoretische Ergebnisse haben wir auch schon in anderen Workshops erarbeitet, jetzt ist die Zeit zum Handeln gekommen“.

Frank Juchert, Allgemeiner Vetreter der Stadt Bergen bekräftigte: „Die Stadt Bergen wird weiterhin mit allen zur Verfügung stehenden Ressourcen an den Konversionsmaßnahmen arbeiten. Gerne nimmt die Stadt Bergen das Angebot der am Workshop beteiligten Unternehmen an, sich aktiv in den Prozess einzubringen“.

Der Workshop fand im Rahmen des so genannten Schader Projekts statt. Die Stadt Bergen nimmt zusammen mit dem Landkreis Celle seit dem Frühjahr 2012 und noch bis Ende 2014 an dem Integrationsprojekt „Integrationspotenziale ländlicher Regionen im Strukturwandel“ teil.

Bericht zum Workshop “Entwicklung eines Handlungskonzepts Zuwanderung“ in der Stadt Bergen am 03.12.2013 (PDF, 316 KB)

8. Drittes Netzwerkseminar am 27. und 28. Mai 2014

Das dritte Netzwerkseminar fand am 27. und 28. Mai 2014 statt. Die Dokumentation des Seminars fidnen Sie hier.

9. Abschlusskonferenz am 16. und 17. Oktober 2014

Am 16./17. Oktober 2014 fand die Abschlusskonferenz zum Forschungs-Praxis-Projekt „Integrationspotenziale ländlicher Regionen im Strukturwandel“ im Schader-Forum in Darmstadt statt. Etwa 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wissenschaft, Politik und kommunaler Praxis erörterten die Ergebnisse des dreijährigen Projektes.

Gruppenfoto Abschlusskonferenz

Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung und des eigens für die Kommunen angebotenen Seminar- und Coachingkonzeptes können Sie in einem umfangreichen Abschlussbericht nachlesen. Der Bericht präsentiert die Ergebnisse der zweijährigen Vor-Ort-Erhebungen des Forscherteams und enthält neben einer umfangreichen Analyse der Vor-Ort zu findenden Potenziale zahlreiche Gute-Praxis-Beispiele und Handlungsempfehlungen. Den Abschlussbericht erhalten Sie hier.

Die Arbeitsergebnisse des mehr als zweijährigen Forschung-Praxis-Projekts “Integrationspotenziale in kleinen Städten und Landkreisen” sind zudem in dem Handbuch „ Interkulturelle Öffnung und Willkommenskultur in strukturschwachen ländlichen Regionen“ zusammengestellt. Das Handbuch kann über die Schader-Stiftung Darmstadt kostenlos bezogen werden. Lediglich Versand- und Verpackungskosten fallen an. Zur Bestellung klicken Sie hier.


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